Vermögensmillionär werden: Wege zur finanziellen Freiheit

von Redaktion
Auf dem Weg zum Vermögensmillionär

Der Traum, mindestens eine Million Euro zu besitzen, ist ein Wunsch, den wiederum Millionen von Menschen teilen. Nur ein Bruchteil dieser Menschen schafft es, dieses Ziel zu verwirklichen. Um sich einen Platz in der Liste der Vermögensmillionäre zu erhalten, ist zuerst eine langfristige Strategie erforderlich. In diesem Ratgeber werden Wege aufgezeigt, die darlegen, wie es gelingt, sein Vermögen kontinuierlich zu vergrößern.

Definition: Was macht einen Vermögensmillionär aus?

Es gibt aus wirtschaftlicher Sicht zwei Betrachtungsweisen, die Menschen in Millionäre verwandeln. Die erste Sichtweise bezieht sich einzig auf das Einkommen. Verdient eine Person innerhalb eines Jahres mindestens eine Million Euro, ist von Einkommensmillionären die Rede. Fraglich ist jedoch, ob diese erwirtschaftete Million am Ende des Jahres noch komplett vorhanden ist. Nach dem Abrechnen der Lebenshaltungskosten und weiteren Zahlungsverpflichtungen relativiert sich die Zugehörigkeit zu den Millionären meist von selbst.

Die zweite Perspektive schließt alle vorhandenen Vermögenswerte mit ein. Gehört eine Person den Vermögensmillionären an, liegt die Summe aller Vermögenswerte mindestens bei einer Million Euro. Darin eingeschlossen sind unter anderem Bargeld, Schmuck, Fahrzeuge und Immobilien. Vermögensmillionäre müssen insofern keine frei verfügbaren Geldbeträge aufweisen, um in diese Kategorie zu fallen.

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Der erste Schritt führt über die Auflistung des Status quo

Eine überwiegende Mehrheit an Personen muss in der Verwirklichung des Ziels, Vermögensmillionär werden zu wollen, nicht bei null anfangen. Einer der Vermögenswerte, der bei den meisten Menschen vorhanden ist, ist das Gehalt. Um schwarz auf weiß zu betrachten, welche Basis bereits vorhanden ist, zahlt es sich aus, mit einer Auflistung aller aktuellen Vermögenswerte zu beginnen. In diese Liste gehören neben dem Gehalt ebenfalls Werte wie:

  • Fahrzeuge
  • Kontostand
  • Sparkonten / Bausparverträge
  • Schmuck / Kunstgegenstände oder
  • Bonuszahlungen

Dem gegenüber stehen alle vorhandenen finanziellen Verpflichtungen. Darin eingeschlossen sind Kredite, Unterhaltsverpflichtungen oder die allgemeinen Lebenshaltungskosten. Die daraus erfolgende Aufrechnung zeigt im Detail, welche Geldbeträge nach dem Gehaltseingang bereits geblockt sind und insofern nicht für den Vermögensaufbau zur Verfügung stehen. Der Fokus liegt demnach in den Restbeträgen, die nicht zur Begleichung finanzieller Verpflichtungen oder der Bezahlung von alltäglichen Einkäufen (Lebensmittel, Haushaltswaren usw.) dienen. Der ausgerechnete Betrag pro Monat dient als Grundlage für die Ausarbeitung der strategischen Vergrößerung des Vermögens.

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Der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle

Den Status des Vermögensmillionärs zu erzielen, ist prinzipiell auch für Menschen mit mittleren Einkommen möglich. Zu bedenken gilt jedoch der Faktor Zeit. Wer mit kleineren Schritten startet, muss diesem Ziel über mehrere Jahrzehnte Priorität einräumen. Für die Beschleunigung des Wunschvorhabens raten Experten daher dazu, sich Etappenziele zu setzen.

Eines der ersten Etappenziele besteht darin, Chancen auf ein höheres Einkommen wahrzunehmen. Eigeninitiative zu zeigen und unter anderem Weiterbildungsangebote des Arbeitgebers wahrzunehmen, um sich im Anschluss für Beförderungen zu empfehlen, zeigt einen Weg auf, das Einkommen zu steigern. Realistisch betrachtet ist der gezielte Vermögensaufbau jedoch niemals mit einem Lottogewinn zu vergleichen. Quasi über Nacht zum Millionär aufzusteigen, ist weiterhin nur auf die Traumwelt beschränkt.

Erfolgversprechende Strategien besitzen mehrere Säulen

Gleich mehrere Vermögensmillionäre haben in den vergangenen Jahren eigene Ratgeber zum Vermögensaufbau verfasst. Darin beschreiben die Autoren ihre Erfolgsstrategien. Was sich wie ein roter Faden durch diese Biografien zieht, ist die Erkenntnis, dass nur in Ausnahmefällen eine Investition ausreichte, um sich dem Kreis der Vermögensmillionäre anzuschließen.

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Eine überwiegende Mehrheit der Millionäre in Deutschland hat ihr derzeitiges Vermögen einer Mischung aus mehreren Investitionen zu verdanken. Im Zuge des strategischen Vermögensaufbaus ist in diesem Zusammenhang häufig von Säulen die Rede. Die Überlegung, die diesem Erfolgskonzept zugrunde liegt, besteht darin, die vorhandenen Risiken zu minimieren. Erleidet eine Investition Verluste oder gewinnt nicht in der vorhergesehenen Form an Wert, sackt das vorhandene Vermögen dennoch nicht schlagartig ab. Die Säulen betätigen sich insofern als ein Sicherheitsnetz, welche das Gesamtvermögen vor negativen Einflussfaktoren, wie der Inflation oder Kursstürzen an der Börse, schützen.

Auf dem Weg zum Vermögensmillionär: Sparziele als Motivation verwenden

Sich dem Ziel zu widmen, mit seinem Vermögen die Grenze von 999.999 Euro zu überschreiten, ist mit Entbehrungen und Entscheidungsprozessen verbunden, die etliche Zeit in Anspruch nehmen. Im Laufe der nächsten Jahre und Jahrzehnte ist es fast unausweichlich, Schwankungen in der eigenen Motivation zu erleben. Zeitgleich mit dem Berufsstart dieses Ziel anzugehen und erst 30 Jahre später zu erreichen, wirft schnell Fragen auf, ob ein Vermögen von einer Million Euro wirklich diese lange Zeitspanne wert ist.

Angesichts dessen ist es neben dem Erreichen von Etappenzielen nicht weniger wichtig, eine übergeordnete Motivation zu besitzen. Dazu gehört der möglichst frühe Eintritt in die Rente oder die finanzielle Absicherung der nächsten Generationen der Familie. Im digitalen Zeitalter ist es zudem leicht möglich, in den ersten Jahren ein Videotagebuch zu führen, um sich wieder stärker mit der ursprünglichen Motivation verbunden zu fühlen.

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Diese Arten von Investitionen ebnen den Weg zur ersten Million

In der Zusammenstellung der Säulen für den Vermögensaufbau gilt es, vier Arten von Investitionen in den Vordergrund zu rücken. Jede einzelne dieser Anlagen hat über die letzten Jahrzehnte unter Beweis gestellt, eine aktive Rolle in der Anhäufung von lukrativen Vermögenswerten zu spielen. Die vier Arten von Investitionen bestehen aus:

1. Immobilien

Der Spitzname „Betongold“ hat auch in der heutigen Zeit bis jetzt nicht an Bedeutung verloren. Immobilienbesitz gehört deshalb bei einer Mehrheit von Millionären zu den größten Vermögenswerten. Das betrifft Häuser und Wohnungen, die sich in eigener Nutzung befinden, ebenso wie Immobilien, die als Mietobjekte den Kapitalanlagen unterliegen. Ein Vorteil von Immobilienbesitz besteht im absehbaren Wertanstieg. Um eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, ist es jedoch unerlässlich, die Lage der Immobilie höher zu bewerten als deren Kaufpreis. Ansonsten besteht speziell für Kapitalanlagen das Risiko von Leerstand.

2. Börsengeschäfte

Aktien, Fonds und ETFs zu handeln, stellt eine weitere Säule auf dem Weg zum Vermögensmillionär dar. Die Abwägung der vorhandenen Risiken führt in der Regel dazu, ein gemischtes Portfolio zu bevorzugen. Der Schwerpunkt liegt auf der Diversifikation der Anlagen. Sinkt der Kurs von Aktien oder der Wechselkurs einer Währung schlagartig, ist der Weg zur ersten Million nicht dauerhaft versperrt.

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Ein weiterer Pluspunkt, der mit Börsengeschäften einhergeht, ist die Nutzung des Zinseszinseffekts. Die Ausschüttung von Dividenden nutzen erfahrene Anleger zum Erzielen weiterer Gewinne. Das funktioniert entweder durch den Kauf weiterer Anteile oder die Investition in weniger risikoreiche Anlagen, wie Fest- oder Tagesgeldkonten.

3. Wertstabile Vermögenswerte

Als ein solides Gegengewicht zum Handel an der Börse gelten wertstabile Vermögenswerte. Dazu gehören alle Anlagen, die unter anderem bei steigender Inflation oder in wirtschaftlichen oder politischen Krisenzeiten an Wert gewinnen. Ganz oben auf dieser Liste befindet sich Gold. Experten raten Anlegern, anstelle von Schmuck lieber in Goldbarren zu investieren. Diese lassen sich leicht in einem sicheren Bankschließfach aufbewahren und benötigen insofern nicht zwangsläufig einen Safe im eigenen Zuhause.

Eine zweite Option besteht im Investieren in Rohstoffe. Erdöl oder auch Nahrungsmittel wie Getreide gelten ebenfalls als krisensicher und erleben fast nie zeitgleich mit Aktien oder Fonds einen Kursabfall. Vorsicht ist dagegen bei Fahrzeugen oder Kunstgegenständen geboten. Bei beiden Vermögenswerten ist ein Anstieg des Werts nicht garantiert und bei Fahrzeugen sogar als wenig realistisch einzuschätzen.

4. Unternehmertum

Ein eigenes Unternehmen aufzubauen oder als Anteilseigner in ein Unternehmen zu investieren, ist ein vierter Weg, um den Vermögensaufbau zu beschleunigen. Diesen Schritt sollten Anleger jedoch nur gehen, wenn die in der jeweiligen Branche benötigten Fachkenntnisse vorhanden sind. Zudem kommt in diesem Fall erneut der Faktor Zeit ins Spiel. Speziell in den ersten Jahren schreiben nur wenige Unternehmen schwarze Zahlen, sodass Weitblick und Geduld erforderlich sind, um den Weg zum Millionär auf diese Art zu gehen.

unternehmertum

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Diese Risiken stellen dem Traum Vermögensmillionär zu werden Hürden in den Weg

Die permanente Betrachtung und Neuevaluierung der Chancen und Risiken der gewünschten und vorhandenen Investitionen bildet einen zentralen Aspekt im strategischen Vermögensaufbau. Während die Chancen in diesem Ratgeber bereits detailliert beleuchtet wurden, ist es jetzt an der Zeit, sich drei bekannten Risiken zuzuwenden. In diese Kategorie fallen.

1. Risikoreiche Investitionen

Spekulative Investitionen sind mit verschiedenen Risikograden behaftet. Der Wunsch, sich ein großes Vermögen auszubauen, kann mitunter den gesunden Menschenverstand überstimmen. Zu viel Risikobereitschaft zu zeigen und als Anleger ausschließlich Investitionen mit hohem Risiko zu tätigen, erhöht im gleichen Maße die Gefahr von nicht wieder auszugleichenden Verlusten. Eine erfolgreiche Strategie gründet sich deshalb auf einer ausgewogenen Mischung aus Investitionen in verschiedene Risikogruppen.

risiko bei investitionen

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2. Erbschaften

Ebenfalls mit mehreren Risiken verbunden ist die Hoffnung auf ein höheres Erbe. Diese Erwartung führt nicht selten dazu, den eigenen Vermögensaufbau zu vernachlässigen. Diese Jahre oder sogar Jahrzehnte nach einem ausbleibenden Erbe wieder auszugleichen, ist mit einem hohen Maß an Entbehrungen oder einem Zwei- oder sogar Drittjob verbunden. In der Planung des Vermögensaufbaus ist es deshalb angebracht, eine mögliche Erbschaft höchsten als Randnotiz einzutragen, aber nicht als eine der Säulen in die Strategie einzubinden.

3. Grenzenloses Vertrauen schenken

Von Vermögensverwaltern bis zu Immobilienverwaltungen geben Menschen, die sich im aktiven Vermögensaufbau befinden, einige Aufgabenbereiche bewusst in andere Hände. Ein zu großer Vertrauensvorschuss kann dazu führen, Vermögen zu verlieren, anstatt den Reichtum zu vermehren. Aufgrund dessen ist es angebracht, das Vertrauen regelmäßig auf die Probe zu stellen. Dazu gehört die Kontrolle von Mieteinnahmen, ebenso wie Abrechnungen von Fonds oder anderen Investitionen. Mit diesem Vorgehen bleibt sichergestellt, dass unkorrekte Vorgehensweisen nicht über einen längeren Zeitraum unentdeckt bleiben.

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